14 November 2006

Reisetagebuch Iguazu 13.11.06

Ausflug nach Iguacu (brasilianische Seite)

Die Anlagen hier sind in ganz moderner Architektur, die auf Elemente des Tropenbaustils zurückgreift (viele Hölzer...). Der Panoramablick ist noch schöner als von der argentinischen Seite und die Wasserfälle können wieder von verschiedenen Ebenen aus betrachtet werden. Wieder Regenbogen über der schaumigen Gischt, teilweise sogar doppelte! Wieder zutrauliche Nasenbären am Wegesrand, die nach Futter suchen.

Nach diesem herrlichen Naturerlebnis fahren wir weiter zum weltgrößten Wasserkraftwerk Itaipu (binational Brasilien und Paraguay). Einfach gewaltig. Wir sehen den 170 Kilometer langen, riesigen Stausee von der Dammkrone aus. Das Kraftwerk wurde von 40.000 Menschen erbaut. Jetzt wird es von 3.000 Beschäftigten aus Brasilien und Paraguay betrieben. Aus der 40igfachen Wassermenge der Iguacu Wasserfälle wird 25 % des Strombedarfs von Brasilien und 90% von Paraguay produziert. Beim Bau wurde die Stahlmenge von 380 Eifeltürmen verbaut und mehr als doppelt so viel Gestein und Erde bewegt wie der Zuckerhut von Rio de Janeiro hat. Sehr beeindruckend.Anschließend fahren wir durch das brasilianische Fossa Iguacu, das erst 1914 gegründet wurde, 300.000 Einwohner hat, seine Gastronomie ist berühmt.

Was uns beim heutigen Ausflug störte, waren die vom hiesigen Reiseunternehmen eingeplanten Besuche in einem Schmuck- und Souvenirladen, später im Restaurant mit Verpflichtung zum Menü für 27 Pesos und am Nachmittag im Duty Free Shop. So etwas schätzen wir nicht. Heimfahrt zum Hotel. Ab 18.00 Uhr plantschen im Schwimmbad, Aufenthalt im Patio. Sanfter Wind, unglaubliches Vogelgezwitscher und Blumenpracht.